Auf dieser Homepage stellen wir das Forschungsprojekt “Studentische Sexualität im Wandel: 1966 – 1981 – 1996 – 2011″ vor, das seit  Dezember 2011 am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie der Universität Hamburg durchgeführt wird.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die teilweise Wiederholung von vier Fragebogenerhebungen zur Sexualität von Studentinnen und Studenten, die vom Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie in den Jahren 1966, 1981, 1996 und 2012 an 12 bis 15 deutschen (bis 1981 westdeutschen) Universitäten durchgeführt wurden. Die Hamburger StudentInnenstudien bieten die Gelegenheit, den Wandel des Sexual- und Beziehungsverhaltens in Deutschland (für die soziale Gruppe der jungen, akademisch gebildeten Frauen und Männer) über einen Zeitraum von 45 Jahren systematisch zu beschreiben und zu analysieren. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und läuft zunächst bis Dezember 2013. Die vierte Erhebungsphase wurde im Dezember 2012 abgeschlossen.

Die bisherigen drei Untersuchungen wurden zu drei sozialhistorisch bedeutsamen Zeitpunkten durchgeführt: Die Stichprobe des Jahres 1966 beschrieb das sexuelle Verhalten Studierender zu Beginn des damaligen Liberalisierungsdiskurses, 1981 zeigten sich Ausmaß und Grenzen des Liberalisierungsprozesses, 1996 konnte u.a. eine Verringerung von Geschlechtsunterschieden in Hinblick auf sexuelle Optionen, Rechte und Verhaltensweisen dokumentiert werden. Die Erhebung der Jahre 2011/2012 verfolgt den sozialen Wandel des Sexual- und Beziehungsverhaltens dieser Gruppe weiter und ermöglicht erstmals eine umfassende Einschätzung der Auswirkungen der so genannten „neuen Medien“ auf die sexuelle Sozialisation von jungen Erwachsenen.

[English Project Outline]